Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Weltbank-Präsident: Globale Infektionsrisiken bedrohen wirtschaftliche Stabilität

14.08.2015 – Wetlbank praesiden kim“Vor zwei Jahren hat eine Umfrage unter 30.000 Führungskräften im Versicherungswesen gezeigt, dass eine globale Epidemie deren größte Sorge ist.” In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt warnt Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, dass diese Alarmsignale kein Gehör finden, wenn es für den WHO acht Monate nach dem ersten identifizierten Fall braucht, um die Ebola-Epidemie als Notfall für die öffentliche Gesundheit einzustufen.

Das Mers-Virus war nur auf wenige Länder begrenzt, doch es führte dazu, dass das BIP-Wachstum in Südkorea auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren zurückfiel. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim warnt, dass sich die auf dem Luftweg ausbreitenden Erkrankungen wie die Spanischen Grippe 1918/19 viel schlimmere Folgen hätten. “Modellen zufolge würde ein ähnlicher Ausbruch heutzutage mehr als 33 Millionen Opfer in 250 Tagen fordern. Die Kosten würden sich auf 4,8 Prozent des weltweiten BIP belaufen – also mehr als 3,6 Bil. US-Dollar.”

Noch sei die Welt auf die nächste Epidemie nicht vorbereitet. “Aber wir können es sein – und zwar zu einem Bruchteil der Kosten dessen, die es kosten würde, wenn wir nicht schnell handeln.”

Kim plädiert für größere Investitionen in das öffentliche Gesundheitswesen. “Zudem brauchen wir ein intelligenteres, besser koordiniertes globales Vorbereitungs- und Reaktionssystem für Epidemien, dazu gehört auch eine mit mehr Ressourcen ausgestattete WHO.” Als dritte Maßnahme empfiehlt er beim ersten Anzeichen einer Krise in eine Notfallfinanzierung und schnelle Eingreifteams zu investieren.

Als gutes Beispiel diene die vom WHO implementierte Einrichtung Pandemic Emergency Financing Facility, die Finanzierungsarrangements wie privatwirtschaftliche Versicherungen und öffentliche Kontingenzpools entwickelt, die schnell ausgeschüttet werden können, um die Zahl von Gesundheitshelfern rasch zu steigern oder Krisenzentren einzurichten. (vwh/dg)

Bildquelle: Weltbank-Präsident Jim Yong Kim (Qelle: Weltbank)

 

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten