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VW-Skandal: Deutsche Autobauer in der Vertrauenskrise

05.10.2015 – VW_Bernd Kasper_pixelioEU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat den Autokonzern Volkswagen mit scharfen Worten kritisiert. Laut Handelsblatt sieht er durch die Abgasmanipulation bei VW gar das Vertrauen in den Standort Deutschland gefährdet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht hingegen nur einen begrenzten Schaden für die deutsche Wirtschaft.

“Das war ein Anschlag auf den Standort Deutschland, auf viele tausend Kunden und Arbeitnehmer”, wird der SPD-Politiker zitiert. “Es ist kaum zu fassen, was da mit Fahrlässigkeit und möglicherweise sogar krimineller Energie gemacht wurde”, kritisiert. Gleichzeitig forderte er die rasche Einführung neuer Prüfverfahren, um die Kontrollen weiter zu verschärfen.

Der zukünftige Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch sieht den Autobauer hingegen in einer prekären Lage. Nach einem Bericht der Welt am Sonntag sprach er auf einer internen Veranstaltung in Wolfsburg von einer “existenzbedrohenden Krise für den Konzern”. Zudem stehe auch das geplante Investitionsbudget von mehr als 100 Mrd. Euro bis 2018 auf dem Prüfstand.

Die Bild am Sonntag berichtet zudem unter Berufung auf die interne Revision des Autobauers, dass mehrere VW-Ingenieure bei Befragungen ausgesagt haben sollen, die Manipulations-Software bereits 2008 installiert zu haben. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht hingegen am Sonntag nicht kommentieren. (vwh/td)

Link: VW und der “Anschlag auf den Standort Deutschland”

Bildquelle: Bernd Kasper / pixelio.de

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