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VW-Produktionsausfall: Non-Event für Versicherer

23.08.2016 – Gerecht_by_Thorben Wengert_pixelioDie Betriebsausfall-Police greift nicht, weil es sich um eine bewusste Nicht-Lieferung der Zulieferer handelt und kein unerwartetes Schadenereignis darstellt, urteilen Experten aus dem Industrieversicherungsmarkt. Derweil geht der Zulieferer Prevent auch gegen Daimler vor. Klagegrund ist offenbar die Auftragskündigung für Prevent durch Daimler im Jahr 2013, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Jetzt fordert die Zulieferer-Gruppe einen finanziellen Ausgleich.

Die Millionen-Klage von Prevent gegen Daimler wegen gekündigter Aufträge kommt von der gleichen Zulieferfirma, die es aktuell ablehnt, Autoteile an den VW-Konzern zu liefern. Neben dem Geld wird in Braunschweig zwischen Prevent und Daimler auch um die Zuständigkeit des Landgerichts in Braunschweig oder Stuttgart gestritten.

Wie berichtet, weigern sich die beiden Prevent-Firmen ES Guss und Car Trim derzeit, Getriebegehäuse und Sitzbezüge an den VW-Konzern zu liefern. Grund hierfür sei die Weigerung von Volkswagen, Schadenersatzzahlungen bei einem gestrichenen Auftrag zu zahlen.

Der Lieferstreit führt inzwischen zum Stillstand in sechs VW-Werken und betrifft rund 28.000 Beschäftigte. Zwar könnte Volkswagen die Teile auch per Gerichtsvollzieher eintreiben, da auch entsprechende Entscheidungen des Landgerichts Braunschweig vor liegen.

Allerdings befürchtet VW, dass die Ware der Zulieferer gar nicht auf deren Fabrikgelände in Deutschland lagere und eine Pfändung mittels Gerichtsvollzieher nichts bringen könnte. (vwh/mvd)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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