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Von Bomhard: Die Lage ist ernster, als viele glauben

03.12.2014 – von-bomhard-150Zuletzt hatte er festgestellt, dass die Politik eher zu Schwächung des Standorts beigetragen hatte. Jetzt sieht Munich Re Chef Nikolaus von Bomhard Anzeichen für eine neue Finanzkrise. Einen Weg für Versicherer, den Kollateralschäden der EZB-Politik zu entkommen, sieht er in Infrastrukturprojekten. Weltweit acht Mrd. Euro habe man für 2015 hier veranschlagt.

„Die Einschätzung der Risiken, denen wir uns ausgesetzt sehen, ist in meinen Augen zu wohlwollend. Die Lage ist viel ernster, als viele glauben. Die Kollateralschäden dessen, was die Zentralbanken derzeit in Europa unternehmen, sind groß“, sagt er im Gespräch, das im Finanzteil der heutigen Frankfurter Allgemeinen erschienen ist.

Einen Ausweg aus dem Zinstal würden Infrastrukturprojekte bieten. Vor allem aufgrund der lang laufenden Verpflichtungen bietet sich diese Assetklasse für Versicherer an. Von Bomhard:„Wenn private Investoren hier eine Chance erhalten, sich zu beteiligen, ist das für uns ein hochrelevantes Thema. Wir beabsichtigen, in den kommenden Jahren bis zu acht Milliarden Euro weltweit in Infrastruktur im weiteren Sinne zu investieren. Hier geht uns Qualität vor Quantität, wir prüfen jedes Investment sehr sorgfältig.“

Die machen aber laut FAZ, gemessen an den gesamten Kapitalanlagen, des Konzerns gerade einmal vier Prozent aus. (vwh/ku)

Bild: Nikolaus von Bomhard, Vorstandsvorsitzender der Munich Re. (Quelle: Munich Re)

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