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Volle Attacke im Deutsche-Bank-Prozess

29.04.2015 – deutschebank_turm_kleinEs ist wohl der spektakulärste Wirtschaftsprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, bei dessen Auftakt beide Seiten gleich auf das Prinzip Attacke setzten. So wirft die Staatsanwaltschaft den Angeklagten “versuchten gemeinsamen Prozessbetrug” vor. Die Verteidigung widersprach ungewöhnlich heftig, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online.

Laut Anklageschrift geht die Staatsanwaltschaft von einem “Tatplan” der Top-Manager aus, den diese mit Hilfe der Rechtsabteilung der Deutschen Bank und Prozessanwälten verfolgt haben sollen. Demnach sollen der jetzige Co-Chef Jürgen Fitschen, seine beiden Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer, sowie zwei weitere Top-Manager versucht haben, Schadenersatzzahlungen für die Pleite des Medienkonzerns Kirch vor dem Oberlandesgericht abzuwehren.

“Der Plan der Angeschuldigten war, durch eine wahrheitswidrige Darstellung der tatsächlichen Geschehnisse in den Jahren 2001 und 2002 das Oberlandesgericht München zu täuschen und so dazu zu veranlassen, die im Raume stehenden Ansprüche schon dem Grunde nach zurückzuweisen”, so die Ankläger.

Die Verteidigung widersprach hingegen deutlich: “Es gab kein Komplott zum Prozessbetrug”, kritisierte Ackermanns Rechtsvertreter Eberhard Kempf die Anklage. Und Breuers Anwalt Norbert Scharf hielt der Staatsanwaltschaft entgegen, die These sei “unschlüssig und werde sich als falsch herausstellen”. (vwh/td)

Link: Herren des Geldes unter Neonröhren

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