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Versicherungsbetrug um vorgetäuschten Kunstraub wird neu verhandelt

12.08.2015 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deIm Februar verurteilte das Landgericht Augsburg einen 61-jähriger Mann, der einen Einbruch in sein Wohnhaus vorgetäuscht und danach versucht hatte, seine Versicherung um den Wert der angeblichen Beute in sechsstelliger Höhe zu betrügen. Die Haftstrafe muss er nicht antreten, weil das Oberlandesgericht (OLG) München das Urteil aufhob, schreibt die Augsburger Allgemeine.

Zwei Jahre und acht Monate sollte ein Mann aus einer Donaumoos-Einöde bei Pöttmes wegen Versicherungsbetrug durch einen vorgetäuschten Kunstraub hinter Gitter, berichtete VWheute. Doch die Revision des Angeklagten hatte Erfolg. Die 16. Strafkammer des Landgerichts muss den Fall erneut verhandeln.

Das OLG kritisierte, dass das Landgericht Augsburg nicht ausreichend dargelegt habe, wie die Schadenshöhe von 325.000 Euro zustande gekommen sei. Der Angeklagte selbst hatte einen Schaden von über einer halben Mio. Euro gemeldet. Seine Versicherung ging zunächst von einer Schadenssumme von 265.000 Euro aus, korrigierte diese aber dann später.

Ferner war nur bedingt klar, welche Bestandteile der “Beute” als Hausrat und welche als Wertgegenstände einzustufen sind. Davon hänge jedoch ab, wieviel Geld die Versicherung im Falle eines Einbruchs ausbezahlen würde. (vwh/dg)

Link: Kunstraub-Prozess: Oberlandesgericht hebt Urteil auf

Bildquelle: Q.pictures /pixelio.de

 

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