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Versicherer verlangen höhere Beiträge für Flüchtlingsheime

22.04.2015 – In Rheinland-Pfalz scheinen die Versicherer Kapital aus Flüchtlingsunterkünften zu schlagen. Nach Recherchen des Südwestrundfunk haben einige Anbieter die Beiträge für ihre Gebäudeversicherung teils um das Zehnfache erhöht. Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) kündigte an, diesen Trend stoppen zu wollen. Sie befürchtet, dass die hohen Prämien Hausbesitzer abschrecken könnten, Wohnungen an Flüchtlingsfamilien zu vermieten.

Wie der SWR weiter berichtet, hatte in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden die Kommune eine syrisches Geschwisterpaar in einer Gemeindewohnung untergebracht. Der Versicherer verlangt nun für die Feuerversicherung statt 53 Euro nun fast 300 Euro. In der Verbandsgemeinde Rockenhausen hatte sich die Gebäudeversicherung für eine Flüchtlingsunterkunft von rund 220 auf mehr als 2.400 Euro im Jahr erhöht.

Die Versicherungskammer Bayern begründete die höheren Beiträge auf Anfrage mit einer veränderten Gefahrenlage. “Bei Flüchtlingsunterkünften gibt es ein erhöhtes Risiko für externe Übergriffe”, sagte Stefan Liebl von der Versicherungskammer.

Ein Sprecher des Gemeindeversicherungsverbands in Köln, der auch im nördlichen Rheinland-Pfalz Gebäude versichert, sieht dies hingegen anders. So hätten die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen keine erhöhte Gefahr darstelle, sagte gegenüber dem Sender. (vwh/td)

Link: Versicherer verlangen höhere Beiträge

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