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Versicherer machen gemeinsame Sache

14.09.2015 – Bohren_by_Carola Langer_pixelio.deDie drei Versicherungen der Bohrfirma Gungl, die für 17 unsachgemäß vorgenommene Geothermiebohrungen zwischen den Jahren 2006 und 2008 in Böblingen verantwortlich gemacht wird, machen gemeinsame Sache. Die Stuttgarter Nachrichten berichten, sie wollen in einem außergerichtlichen Schiedsverfahren klären, wer für die Schäden an den 200 Gebäuden zuständig ist.

Dafür soll ein Gutachter eingeschaltet werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, ab wann die Erde aufquoll und wann die ersten Risse an den Häusern entstanden sind. Die Bohrungen waren zwischen den Jahren 2006 und 2008 durchgeführt worden. Bis Ende August 2007 war Gungl bei der Württembergischen Versicherung unter Vertrag, danach bei der AIG Europa Limited und von 2009 an bei der Allianz.

“Die Vereinbarung der Versicherer ist ein wichtiger Schritt, um nach so vielen Jahren weiterzukommen”, erklärt Werner Schubert, der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Erdhebungen. “Für uns ist wichtig, zu ermitteln, was wann passiert ist”, sagt Christian Weishuber, der Pressesprecher der Allianz. In einem zweiten Schritt sei dann zu prüfen, ob ein Verschulden der Firma vorlag. Und erst danach, erläutert Weishuber, sei die Haftungsfrage zu klären. Dies müsse aber jede Versicherung für sich selbst tun und geschehe außerhalb des Schiedsverfahrens. (vwh/dg)

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Bildquelle: Carola Langer / pixelio.de

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