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Versicherer dürfen Altverträge nicht einseitig ändern

15.08.2016 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deRechtsschutzversicherer dürfen bestehende Altverträge nicht durch einfache Übersendung eines Nachtrags zu ihren Gunsten abändern. Damit gab das Landgericht Berlin der Klage einer Frau aus Berlin statt, die seit 2003 über den Vertrag ihres Ehemanns aus dem Jahr 1992 mitversichert war, berichtet die Finanzzeitung Euro am Sonntag (Az.: 7 0 46/15).

Im vorliegenden Fall hatte die Allianz-Rechtsschutzversicherung laut Bericht den Versicherungsschutz mit der Begründung abgelehnt, dass Streitigkeiten aus Kapitalanlagen seit 2008 nicht mehr abgedeckt seien. Dazu habe der Versicherer nach eigener Auffassung den Altvertrag mit der Übersendung mehrerer Versicherungsnachträge, denen die neueren und gleichzeitig für die Versicherte ungünstigeren Bedingungen beigefügt waren, abgeändert.

Nach Ansicht des Gerichts fehlte jedoch eine ausdrückliche Vereinbarung über die Vertragsänderung, berichtet die Euro am Sonntag weiter. Die Allianz musste demnach den Versicherungsschutz für die Rechtsstreitigkeiten mit der Bank gewähren. Ein Sprecher des Versicherers sprach auf Anfrage von der Zeitung hingegen von einem “Einzelfall”. (vwh/td)

Bildquelle: Q.pictures / pixelio.de

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