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Versicherer: Asylheime mit Böllerfabriken vergleichbar

05.05.2015 – In der öffentlichen Diskussion um höhere Versicherungskosten für die Betreiber von Flüchtlingsheimen sieht sich die Versicherungsbranche im Recht. Wie die Zeitung Die Welt berichtet, scheint für die meisten Versicherer klar: Flüchtlingsheime haben “durch die steigende Zahl der Angriffe und Brände in Flüchtlingsheimen ein höheres Schadensrisiko als andere Gebäude, die von mehreren Personen genutzt werden”.

Das Blatt berichtet weiter, dass die Versicherer zudem nach innerer und äußerer Bedrohung der Gebäude unterscheiden: “von innen durch häufig ungewohnten Umgang mit Haushaltsgeräten und Konflikte zwischen unterschiedlichen Nationalitäten, von außen durch rechtsextremistische Angriffe.”

Zudem wird ein nicht namentlich genannter “hochrangiger Vertreter” mit den Worten zitiert: “Als erfahrener Versicherer entwickelt man ein gewisses Gefühl für die zu erwartende Schadenfrequenz.” Das Risiko von Flüchtlingsheimen sei mit dem von Feuerwerksproduktionsstätten vergleichbar, schreibt die Welt weiter.

Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung, mahnte unlängst zwar für mehr Sachlichkeit in der Debatte um Flüchtlingsheime. Kriterien für die Risikobewertung von Flüchtlingsheimen könnte der Verband auf Anfrage der Zeitung aber nicht vorgelegen. (vwh/td)

Link: Für Versicherer sind Asylheime wie Böllerfabriken

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