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Verbraucherschützer kritisieren Bahr-Pflegetarife

15.04.2015 – In Deutschland gelten etwa 2,6 Menschen als pflegebdürftig – Tendenz steigend. Nach Ansicht von Experten wird eine private Vorsorge immer wichtiger. So beziffert die Stiftung Warentest die Versorgungslücke je nach Grad der Pflegebedürfigkeit zwischen 540 und 2.000 Euro, schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Printausgabe.

Wie die Zeitung weiter berichtet, nahmen die Tester insgesamt 88 Pflegetagegeldtarife von 29 Anbietern unter die Lupe. Das Ergebnis: 83 Tarife erhielten das Präsdikat “gut” oder “sehr gut”. Besonders gut sollen dabei die Produkte der Hanse Merkur, der Württembergischen und der DFV abgeschnitten habe. Kritik übten die Verbraucherschützer jedoch an den Bahr-Tarifen: “Die reinen Pflege-Bahr-Tarife reichen in keinem Fall über alle Pflegestufen hinweg aus, um die Pflegelücke zu schließen”, sagte Sabine Baierl-Johna von der Stiftung Warentest.

Der PKV-Verband kritisierte jedoch, dass die Untersuchung auf Modellkunden im Alter von 45 und 55 Jahren beschränkt werde. Das werde Tarifen nach dem Pflege-Bahr-Modell nicht gerecht, sagt Verbandssprecher Stefan Reker. “Rund 50 Prozent aller Pflege-Bahr-Versicherten sind jünger als die von Finanztest zugrunde gelegten Modellkunden – so dass sie für weniger Beitrag deutlich mehr Leistungen erhalten als im Testbericht erwähnt, so Reker. (vwh/td)

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