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US-Budgetstreit und die neue Börsenwoche

07.10.2013 – nasdaq-times-squareDie verhärteten Fronten im Streit um den US-Haushalt sorgen bei Börsianern zwar für ein mulmiges Gefühl. Doch in dem Moment, in dem sich Demokraten und Republikaner einigen, könnte der Startschuss für die nächste Börsenrally fallen. Ist da ein neues Rekordhoch für den Dax drin?, fragt in der Wochenvorschau der Nachrichtensender n-tv die Börsianer.

Der US-Haushaltsstreit und vor allem die Unsicherheit um die anstehenden Verhandlungen zur Schuldenobergrenze in den Vereinigten Staaten werden auch in der kommenden Woche das Börsenklima trüben. “Die Unsicherheit bleibt hoch, vor allem in den USA”, antworten die Strategen der Landesbank Berlin.

In der vergangenen Woche erwies sich das politische Gezerre abträglich: Der Dax verlor auf Wochensicht 0,4 Prozent, der Dow-Jones-Index sogar 1,2 Prozent. Viele Investoren hielten sich wegen der diffusen Lage in Amerika mit Käufen zurück, obwohl sie grundsätzlich steigende Kurse erwarteten, sagt LBBW-Analyst Berndt Fernow. “Ist in Washington der Staatsfinanzierungs-Crash abgewendet, dürfte sich der Dax auf die positiven Konjunkturperspektiven besinnen und zu neuen Kurshöhen aufschwingen.”

Nach Meinung der Commerzbank wird der deutsche Aktienmarkt in der neuen Woche keine Fahrt aufnehmen. “Nach seinem starken Kursanstieg und neuen Höchstmarken im September bewegt sich der Dax momentan bei etwa 8600 Punkten seitwärts. Hieran dürfte sich vorerst nichts ändern”, heißt es im Wochenausblick der Bank. Denn auch von der anrollenden Berichtssaison sei nicht viel zu erwarten: Sie werde eher durchwachsen ausfallen.

Die Analysten der LBB verweisen auf eine Serie von Prognose-Senkungen durch die Unternehmen. “Sie übertreffen derzeit die positiven Meldungen im Verhältnis 5,2 zu eins – das ist einer der höchsten Werte seit 2001 und unterstreicht, dass die Wachstumsprognosen im Markt noch recht optimistisch sind.”

Entspannung gibt es in Italien nach dem vorläufigen Ende der Regierungskrise. “Wir sehen ein geringeres politisches Risiko in Italien nach der Erleichterung über die Bestätigung von Letta”, betont Stratege Nick Stamenkovic von RIA Capital Markets. Der italienische Leitindex gewann auf Wochensicht mehr als drei Prozent. Auch am Anleihemarkt entspannte sich die Situation. Die Renditen der zehnjährigen Papiere fielen um rund 40 Basispunkte und könnten nach Meinung von Analysten noch weiter nach unten gehen. Andere bleiben skeptisch. “Die Regierung bleibt, die Probleme auch”, urteilen die Strategen der Commerzbank. Italien sei aus struktureller Sicht gegenüber den anderen Peripherieländern zurückgefallen, und die Regierung Letta werde die Kraft für einen Reformdurchbruch noch beweisen müssen.

Quelle: n-tv.de, sla/dpa/rts

Bild: Amerikas Finanzen und ihr Einfluß auf die Weltbörsen (Quelle: vvw)

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