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Unabhängige Beratungsstelle für Patienten soll unabhängig bleiben

07.07.2015 – Arztbesuch_Philipp_Flury_PixelioDer Kampf tobt hinter den Kulissen. 62 Mio. aus der gesetzlichen und 4,4 Mio. Euro von der privaten Krankenkasse für die unabhängige Patientenberatung UPD sollen neu vergeben werden. Bei einem Bewerber fürchtet die Politik laut heutiger Süddeutscher Zeitung Interessenskonflikte.

80.000 Anfragen bearbeitet die UPD seit 2006 jährlich. Jetzt soll die Arbeit der Beratungsstelle neu vergeben werden. Im Rennen um den Zuschlag – der Gesetzgeber sieht die turnusmäßige Ausschreibung vor – die bisherigen Dienstleister. Der Sozialverband VDK, der Verbraucherzentrale Bundesverband und der Verbund unabhängige Patientenberatung wollen auch weiter unsichere Patienten neutral beraten.

Jetzt hat mit Sanvartis ein privater Anbieter Interesse bekundet. Laut SZ aber tritt der Callcenter-Betreiber als Dienstleister für Krankenkassen und Leistungserbringer auf. Ein Interessenkonflikt? Eigentlich sollte der Auftrag bereits vergangene Woche im zuständigen Beirat des Spitzenverbandes der Krankenkassen wurde nach stundenlanger Diskussion ergebnislos vertagt.

Eine weitere Hürde steht indes ebenfalls noch aus: Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU) muss der Entscheidung letztlich zustimmen. (vwh/ku)

Bildquelle: Philipp Flury/ pixelio

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