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Überschwemmungen in Colorado: Gefahr durch Frackingchemie?

19.09.2013 – Umwelt- und Gesundheitsgefahren bei Überschwemmungen in einer Fracking Region sind zu befürchten. In den sozialen Netzwerken kursieren Fotos, die angeblich Chemikalientanks von überspülten Fracking-Anlagen in Colorado zeigen. Stahltanks möglicherweise mit Chemikalien treiben auf der Wasseroberfläche des zu einem breiten Strom mutierten St.-Vrain-Flusses und ziehen in der braunen Brühe einen Chemikalien-Film hinter sich her. In Colorado gibt es über 50 000 Bohrlöcher und Förderstellen.

Etwa 200.000 Liter Chemikalien werden beim Fracking in unterirdische Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl freizusetzen. Salzsäure und Korrosionsschutzmittel gehören zum Chemie-Cocktail in den Tankwagen und Stahltanks nahe der überschwemmten Fracking-Bohrlöcher. Fracking-Fluid wird dieser Cocktail genannt.

„Diese Fracking-Chemikalien waren vor der Überschwemmung überirdisch gelagert und das macht uns jetzt Sorge”, zitiert das ARD-Hörfunkstudio den Chef des Rohstoffamtes. Denn in dem überschwemmten Öl- und Agrarstaat Colorado mischen sich jetzt Pestizide, Düngemittel, Fracking-Chemikalien und Rückstände aus konventionellen Gas- und Ölförderanlagen. Wie konventionelle Kläranlagen mit diesem Chemikaliengemisch fertig werden sollen, ist noch unübersichtlich. Auch ist man beunruhigt über die zahlreichen privaten Brunnen, aus denen viele Menschen in Colorado ihr Trinkwasser beziehen.”

Entwarnung gibt hingegen die Vereinigung der Öl- und Gaskonzerne von Colorado. Die Bohrlöcher seien vor den sintflutartigen Regenfällen verschlossen worden und die aufgetauchten Fracking-Chemikalientanks allesamt weitgehend leer gewesen, behauptet Tisha Shuller, die Sprecherin des Mineralölhandels Colorado Oil and Gas Association.

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