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Überrollt der Fortschritt die Versicherer?

14.10.2015 – Telematik Autonomes Fahren - David GorrDie Automatisierung des Fahrens schreitet unvermindert voran – mit entsprechenden Folgen für die Versicherungsbranche. Eine Studie von Roland Berger zum Kfz-Markt geht nun davon aus, dass das Schadensvolumen wegen der autonomen Fahrzeuge bis 2030 um durchschnittlich 20 bis 25 Prozent abnehmen könnte – mit drastischen Folgen für die Kfz-Versicherer, berichtet das Handelsblatt.

Demnach sehe sich die Branche durch die technische Entwicklung hin zum autononem Auto das Geschäftsmodell ihrer traditionellen Kfz-Versicherung infrage gestellt. “Für Kfz-Versicherer, die darauf hoffen, die digitale Transformation werde an ihnen vorübergehen, wird es künftig sehr eng“, warnen die Autoren. Auch in 15 Jahren werde es noch traditionelle Kfz-Versicherungen geben – aber spürbar weniger, wird Versicherungsexperte Jürgen Thiele zitiert.

Allerdings sei die Gefahr in den Köpfen mancher Versicherungsmanager noch nicht angekommen – insbesondere weil die Prämien für die Haftpflicht- und Kaskoversicherungen wieder steigen, schreibt das Blatt weiter. Allerdings sei die Entwicklung trügerisch, so Thiele: “Für viele Versicherer stehen derzeit andere Themen im Vordergrund, etwa die Zukunft der Lebensversicherung. Die Bedrohung für die traditionelle Kfz-Versicherung wird – insbesondere mit Blick auf die aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung – noch als weniger akut empfunden.”

Demnach dürften sich manche Versicherer mit zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen rund um das Fahrzeug positionieren, während andere ihre Policen anderen Anbietern zuliefern, so die Prognose laut Handelsblatt. (vwh/td)

Link: Vom Fortschritt überrollt

Bildquelle: David Gorr

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