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Tsipras bringt ein paar potenzielle Milliarden mit

23.03.2015 – Merkel_Tsipras_56820387_dpaGanz mit leeren Händen kommt Alexis Tsipras heute nicht nach Berlin. Mit einem brandneu beschlossenen Gesetz will er bis zu neun Milliarden zusätzlich in die klammen Staatskassen spülen. Indes sollen – laut Information der Frankurter Allgemeinen Sonntagszeitung – die liquiden Mittel Athens nur noch bis 8. April reichen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält die Erwartungen auf den Staatsbesuch bewusst gering.

“Es ist natürlich völlig klar, dass niemand eine Lösung für Griechenlands Probleme schon am Montagabend erwarten kann”, sagte Angela Merkel im Bundestag. Die FAS zeichnet fast schon ein Psychogramm der Kanzlerin:

Sie will die Dinge unter Kontrolle halten und wird sich “wie kaum eine anderer Regierungschef auf die Ebene der Einzelheiten begeben, die Debatte vom Grundsätzlichen aufs ‘fünfte Review des zweiten ökonomischen Anpassungsprogramms’ herunterziehen, das sie in Brüssel zitierte.”

Alexis Tsipras hat doch etwas im Gepäck, wenn er zum ersten offiziellen Staatsbesuch nach Berlin kommt: Das Parlament hatte noch am Freitagabend laut Stern.de Erleichterungen versprochen für Bürger und Unternehmen, die mit Zahlungen an Sozialkassen in Rückstand geraten waren. Damit erhofft sich AThen bis zu neun Milliarden zusätzlicher Euro.

Die Kanzlerin hat sich wohl entschieden: Sie will Griechenland im Euro halten. Wenn es geht.

Die Süddeutsche Zeitung meldet heute: In dem Streit um Reparationen für Kriegsschäden in Griechenland aus dem Zweiten Weltkrieg strebt die Regierung in Athen nach den Worten ihres Außenministers Nikos Kotzias eher eine politische als eine juristische Lösung an.(vwh/ku)

Bild: Alexis Tsipras trifft heute direkt auf Angela Merkel. (Quelle: dpa)

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