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Tianjin: Versicherte Schäden belaufen sich auf mindestens 840 Mio. Euro

17.08.2015 – Deadly China blast disrupts world's 10th largest portDie Explosionen in der Millionenstadt Tianjin entwickeln sich Schätzungen zufolge zum teuersten Schadenfall in der chinesischen Versicherungshistorie. Die versicherten Schäden seien zwar noch nicht ganz zu überblicken, sollen sich aber auf umgerechnet mindestens 840 Mio. Euro belaufen. Nach Angaben des  staatlichen Fernsehsenders CCTV sind 112 Personen ums Leben gekommen, 95 Menschen werden vermisst.

Zahlreiche Versicherer sollen inzwischen Schadenmeldungen erhalten haben. Besonders stark betroffen sind die großen Player wie Ping An, Pacific, PICC und China Life. Die Ping An hat bis jetzt 141 KfZ-Schäden und 102 Sachschäden gemeldet bekommen. 91 Kunden der Pacific haben mittlerweile Schäden gemeldet. Die Ping An hat medienwirksam für ein beschädigtes Auto-Lager von Chrysler die Leistung von umgerechnet 90.000 Euro ausgezahlt.

Branchenexperten zufolge werden die involvierten chinesischen Versicherer durch die Schäden wohl nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Aufgrund von Beteiligungsgeschäft und Rückversicherung müssen sie am Ende voraussichtlich nur für rund 10 Prozent der Schadensleistungen geradestehen.

Indes sind in Tianjin insgesamt ca. 1.200 Feuerwehrmänner im Einsatz. Mehr als 100 von ihnen sind ums Leben gekommen. Der Zeitung Huaxia Times zufolge ist ein Feuerwehrsoldat – in China ist die staatliche Feuerwehr militärisch organisiert – mit rund 56.000 Euro für Todesfall versichert, mit ca. 28.000 Euro für Invalidität. Die Medien berichten, dass die meisten unter den getöteten Feuerwehrmännern von der Hafenfeuerwehr sind, die nicht dem Staat gehört. Diese Männer sind wohl für eine geringere Summe versichert. (hy)

Bildquelle: dpa

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