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SZ zur Altersvorsorge: “Vorboten des Winters”

11.05.2015 – Den Aufschlag im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung macht heute Autor Stephan Radomsky zum Thema Gefährdung der Altersvorsorge durch die Politik der EZB. Aktuell sei die konjunkturelle Lage zwar positiv, was EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici zur Aussage verleitet: “Der Frühling ist da!”. Doch Radomsky sieht Wolken am Himmel und am Horizont drohe der betriebliche Altersvorsorge schon der Winter.

“Die Politik der EZB macht damit zwar Kredite billig und kurbelt die Konjunktur an. Sie bremst die Unternehmen aber zugleich und bürdet der Gesellschaft zudem eine bisher kaum kalkulierbare Hypothek für die Zukunft auf. Die Konsequenzen dessen werden nur so lange verborgen bleiben, wie die Sonderkonjunktur des billigen Geldes anhält. Danach könnte der Frühling schnell vorbei sein und vielen Menschen eine karge und frostige Zeit im Alter drohen”, bilanziert Radomsky und fordert ein Umlenken der EZB. Zudem sei die Bundesregierung gefragt:

“Dass eine überwiegend kapitalfinanzierte Altersvorsorge allein zu riskant wäre, zeigen die aktuellen Verwerfungen. Und kaum ein Beobachter rechnet derzeit ernsthaft damit, dass sich die Lage hier bald wieder beruhigt. Zugleich dürfte die althergebrachte umlagefinanzierte Rente der demografischen Belastung nicht dauerhaft standhalten, egal wie weit das Rentenalter hinausgeschoben wird.

Einen Ausweg könnte die Umstellung des staatlichen Teils der Vorsorge auf ein steuerfinanziertes Modell bieten. Solch ein radikaler Einschnitt sollte aber am besten jetzt geschehen, in Zeiten der Blüte. Denn wenn erst der Winter da ist, könnte es dafür zu spät sein”, so die SZ schließlich. (vwh)

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