Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

SZ: Versicherer wegen Werbemail verurteilt

27.05.2014 – szlogoDie Süddeutsche Zeitung berichtet von einem ungewöhnlichen, gleichwohl präzedenzartigen Fall von unerlaubter Werbung via E-Mail-Autoreply. Danach erhielt ein Kunden auf sein Kündigungsschreiben mehrfach automatisch generierte Produktangebote, dafür wurde das Unternehmen jetzt zur Zahlung von 147,56 Euro. Die SZ berichtet:

“Ein ehemaliger Kunde hat gegen seine Versicherung geklagt. Als er dort seinen Vertrag per E-Mail kündigte und um eine Bestätigung der Kündigung bat, erhielt er eine automatisch generierte Antwort. Darin wies die Versicherung – unter der Überschrift “Übrigens” – auf mehr oder weniger verlockende Serviceleistungen wie Unwetterwarnungen per SMS hin.

Der Kläger hatte an solchen Angeboten aber kein Interesse – und beschwerte sich beim hauseigenen Datenschutzbeauftragten des Unternehmens. Das Ergebnis: Eine automatisch generierte Antwort. Mit Werbung. Wenig später erhielt sogar sein Anwalt auf die vorab per E-Mail verschickte Abmahnung die gleiche Autoreply-E-Mail.

Nach Ansicht das Gerichts gilt das Verbot der unerwünschten Werbung auch für automatisch erstellte Eingangsbestätigungen, selbst wenn sie sich nur unterhalb des eigentlichen E-Mail-Inhalts befindet. Auch die Tatsache, dass der Kunde die Versicherung ja zuerst angeschrieben habe, berechtige das Unternehmen nicht dazu, ihm ungefragt Werbung zuzuschicken.

Für die Versicherung könnten solche E-Mails in Zukunft teuer werden. Erhält der Kläger weiterhin unerwünschte Werbung, so könnte das bis zu 250.000 Euro kosten – oder ein Vorstandsmitglied der Versicherung bis zu sechs Monate hinter Gitter bringen.” (vwh)

Amtsgericht Stuttgart – Bad Cannstadt (Az: 10 C 225/14)

Link: Versicherung muss für Werbung in Autoreply-E-Mail 150 Euro zahlen

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten