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Streiks kosten die Deutsche Bahn bislang 220 Mio. Euro

07.05.2015 – gleise-bahngleiseIm Tarifkonflikt der Lokführer mit der Deutschen Bahn stehen die Signale derzeit nicht auf Verständigung. So hatte Bahn-Chef Rüdiger Grube den früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) als Vermittler ins Gespräch gebracht und der GDL eigene Tarifverträge zugesichert.

Doch während deren Chef Claus Weselsky einen “PR-Gag” wittert, haben die bisherigen Streiks die Bahn nach eigenen Angaben bereits 220 Mio. Euro gekostet, berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe. Das reißt ein tiefes Loch in die Bilanz – zumal gleichzeitig die Konkurrenz durch neue Fernbuslinien wächst, so die Zeitung weiter.

Der Bahn-Chef musste seine ehrgeizige “Strategie 2020″ jedenfalls bereits einkassieren: “Es sind schlechte Tage für Kunden, Mitarbeiter und das Unternehmen.” Und es seien schlechte Tage für die Sozialpartnerschaft in Deutschland: “Die Streiks erschüttern mittlerweile das Vertrauen in ein Tarifsystem, das in den vergangenen Jahrzehnten nicht unerheblich zum Wohlstand in unserem Land beigetragen hat”, wird Grube zitiert.

Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Wirtschaftsvereinigung Stahl, sieht die Dauer des Streiks jedenfalls kritisch. So könne seine Branche bis zu vier Tage durchhalten. Dann werde es kritisch, sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Demnach sei Stahlindustrie im hohen Maße auf den Schienenverkehr angewiesen. 80 Prozent des Transports der Branche werde über die Bahn und die Binnenschifffahrt abgewickelt, so Welsch im Interview. (vwh/td)

Bildquelle: ak

Link: “Nach drei Tagen wird es kritisch”

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