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“Streikexzess” kostet bis zu 100 Mio. Euro pro Tag

20.05.2015 – gleise-bahngleiseDer neuerliche Bahnstreik wird nach Ansicht von Ökonomen, Verbänden und Unternehmen die deutsche Wirtschaft spürbar beeinträchtigen. So schätzt Dieter Schweer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, dass “volkswirtschaftliche Schäden bis zu 100 Mio. Euro pro Tag wahrscheinlicher denn je werden”.

Auch Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, rechnet nach einem Bericht des Manager Magazin mit einem täglichen Schaden zwischen 50 und 100 Mio. Euro. Werde über zehn Tage gestreikt, wären dies rund 750 Mio. Euro. “Das würde das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal rechnerisch um 0,1 Prozent drücken”, sagt Krämer. “Der Streik wäre also gesamtwirtschaftlich spürbar.”

Viele Unternehmen haben sich indes auf die Bahnstreiks eingestellt und Notfallpläne erarbeitet, schreibt das Magazin weiter. “Doch selbst wenn die Produktion aufrechterhalten werden kann – die Transportkosten steigen in diesen Tagen erheblich an, weil zusätzliche Lkw-Kapazitäten knapp und teuer sind”, klagt Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA).

Gewinner scheint es laut Manager Magazin allerdings auch zu geben. Die Liste reicht vom Taxigewerbe über die Busunternehmen bis hin zu Autovermietern. Schon der jüngste Streik sorgte für Umsatzrekorde beim Autovermieter Sixt. “Eine Auslastung von 100 Prozent hatten wir noch nie”, freut sich Konzernchef Erich Sixt.

Selbst die Lokführer könnten finanziell noch vom Streik profitieren, berichtet das Handelsblatt. Demnach betrage das Streikgeld für alle GDL-Mitglieder ab sofort 100 Euro pro Tag. (vwh)

Bildquelle: ak

Link: Weselsky kostet Deutschland 100 Millionen Euro pro Tag

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