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Strafgericht über Chefs der Deutschen Bank

22.05.2015 – fitschen-jainEinst galten Hauptversammlungen der Deutschen Bank als Hochämter des Kapitalismus. In diesem Jahr hingegen mutierte das Treffen der rund 9.000 Aktionäre zu einem verbalen Strafgericht für die beiden Co-Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Aufsichtsratschef Paul Achleitner gab sich reumütig.

“Keine Frage, das öffentliche Bild der Deutschen Bank ist heute stark angeschlagen”, zitiert die Süddeutsche Zeitung den Aufsichtsratschef. Zufrieden könne niemand sein – vor allem, wenn positive Dinge durch eine Vielzahl von Rechtsfällen in den Schatten gestellt worden seien, sagte Achleitner weiter. Es sei nun die Aufgabe der Bank, “die unrühmliche Vergangenheit konsequent aufzuarbeiten”.

Für Fitschen und Jain geht es jedenfalls ums Eingemachte. So hatten zahlreiche Aktionärsberater und Aktionärsschützer bereits im Vorfeld dazu aufgerufen, dem Vorstand – und teilweise auch dem Aufsichtsrat – die Entlastung zu verweigern. Noch in der Nacht zuvor hatte sich laut Bericht die Bankführung zu einem schnellen Vorstandsumbau durchgerungen.

Demnach soll Rechtsvorstand Christian Sewing das Privatkundengeschäft von Rainer Neske übernehmen, der das Kreditinstitut verlassen wird. Strategie- und Finanzvorstand Stefan Krause soll die Verantwortung für den Zahlungsverkehr sowie die konzerninterne Bad Bank übernehmen.

Bild: Jürgen Fitschen (links) und Anshu Jain. (Quelle: Deutsche Bank)

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