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Stillstand an der griechischen Schuldenfront

18.06.2015 – akropolis_manfred_walker_pixelioIm beinahe endlosen Streit um die griechischen Staatsschulden droht eine weitere Hängepartie. So haben mehrere Vertreter die Erwartungen an das heutige Treffen der Euro-Gruppe in Luxemburg heruntergeschraubt, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Dies gilt nach allgemeiner Einschätzung als letzte Möglichkeit, eine Einigung mit der griechischen Regierung eine Verständigung über ein Reformpaket zu ermöglichen.

So berichtet die FAZ unter Berufung auf hohe EU-Beamte weiter, dass das Treffen “sehr kurz” ausfallen könne, da Athen bislang keine neuen Vorschläge vorgelegt habe. Zudem erwartet der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, lediglich eine “Bestandsaufnahme”. Für Währungskommissar Pierre Moscovici könnte das Treffen zumindest “nützlich” sein.

Die griechische Nationalbank drohte bereits mit einem “schmerzvollen Weg”, wenn es zu keiner Einigung mit den Gläubigern komme, so die Zeitung weiter. Neben einer Staatsinsolvenz drohe gar ein Austritt aus dem Euro und der Europäischen Union (EU). Allerdings wollte sich bislang kein Kommissionsvertreter dazu äußern, wie es nach dem Treffen weiter gehen könnte. Laut Bericht bleibe das Kommissionsszenario, “dass Athen Reformen beschließe und damit im Euroraum bleibe”. Dennoch zeigte Dombrovskis Verständnis, “wenn in den Regierungen der Mitgliedstaaten ‘weniger günstige Szenarien” durchgespielt würden”. (vwh/td)

Link: Starre Fronten im griechischen Schuldendrama

Bild: Akropolis in Athen (Quelle: Nanfred Walker / pixelio.de)

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