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Stilblüte von Solvency II: Südeuropäische Anleihen risikofrei

14.12.2015 – Selbst Eiopa-Chef Gabriel Bernardino setzt sich dafür ein, Staatsanleihen nicht weiter als risikofreie Papiere anzusehen. “In einigen Situationen haben wir höhere Konzentrationen sowohl auf Staatsanleihen als auch auf Banken gesehen, die wir für nicht gesund halten”, warnt er in der Süddeutschen Zeitung.

Staatsanleihen sämtlicher EU-Staaten gelten mit Solvency II generell als risikofrei. Selbst für Anleihen aus Portugal oder Griechenland müssen Asset Manager von Versicherern keine Eigenmittel vorhalten.

Diese Regelung ist auch im EU-Parlament heftig umstritten. „Die Entscheidung ist absurd angesichts der extremen Wertverluste, die es in den vergangenen Jahren für Anleihen aus Griechenland und anderen EU-Staaten gab“, zitiert die Süddeutsche Zeitung den Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold. Das würde die Finanzstabilität gefährden.

Hochriskant: Manche Versicherer, die unter den Niedrigzinsen in Deutschland leiden, suchen ihr Heil in Anleihen südeuropäischer Länder, die mehr Rendite bringen und kein Eigenkapital kosten, schreibt die SZ. Es sei kapitalmäßig günstiger, Anleihen Portugals zu zeichnen als des Autoherstellers BMW. (vwh/ku)

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