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Steuervermeidung: Luxemburg will keine Tricksereien mehr dulden

10.11.2014 – junckerJahrelang lockte Luxemburg internationale Konzerne mit steuerlichen Anreizen ins Land. Damit soll nun Schluss sein. Das kündigt Außenminister Jean Asselborn im Spiegel an. Ein Thema mit großer Relevanz auch für die Versicherungsbranche, die mit zahlreichen Niederlassungen vor Ort ebenfalls vom Sonderstatus des Großherzogtums profitiert.

Luxemburg kämpft nach den jüngsten Steuerenthüllungen um seinen Ruf in Europa. Die Regierung will jetzt nicht mehr mit Unternehmen kooperieren, die Steuern vermeiden wollen. Das kündigte Außenminister Jean Asselborn im Spiegel an. “Luxemburg darf kein Ort sein, der Firmen willkommen heißt, die keine Steuern zahlen wollen”, so der Außenminister. “Für solche Tricksereien stehen wir nicht mehr zur Verfügung.”

In der vergangenen Woche hatten mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, so anschaulich und detailliert wie nie enthüllt, mit welchen Tricks, mit wie viel Bereitwilligkeit Regierung und Behörden in Luxemburg steuerscheuen Konzernen zu Diensten waren.

Die Berichte berufen sich auf die Auswertung von 28.000 Seiten geheimer Dokumente durch das Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ). Diese belegen demnach, dass die Luxemburger Behörden zum Teil äußerst komplizierte Finanzstrukturen genehmigten, die das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) im Auftrag der Firmen entwickelt habe. Manche Firmen hätten aufgrund dieser Steuergestaltungen auf Gewinne teilweise weniger als ein Prozent Steuern gezahlt. (vwh/ak)

Bild: Der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist unter Druck. (Quelle: vwh)

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