Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Spiegel: “Die perverse Angst vor der Deflation”

03.03.2014 – Draghi-2Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet von der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) und zitiert unter der Überschrift “Die perverse Angst vor der Deflation” deren Präsidenten Mario Draghi:

“Nein, nein”, sagte der Präsident, “wir sind eindeutig nicht in einer Deflation.” Mario Draghi war es wichtig klarzustellen, dass der Konjunkturerholung nicht die nächste Hürde im Weg steht. Dann machte er sich ans Definieren: Deflation, das bedeute ein “sich selbst verstärkendes Sinken der Preise” – und zwar für praktisch alle Konsumgüter und über den gesamten Euro-Raum hinweg.

Was der EZB-Chef bei seiner Rede vorigen Donnerstag in Frankfurt verschwieg: Streng genommen leben Teile des Euro-Raums längst in einem deflationären Umfeld. [...]

Doch die perverse Angst vor dem Verfall der Preise lässt sich eben auch leicht instrumentalisieren. Mit der regelmäßig wiederkehrenden Beschwörung des Großrisikos Deflation haben gerade die Wallstreet-Banken immer wieder dafür gesorgt, dass die profitablen Zeiten des leichten Geldes immer weitergingen (und sich die nächsten Blasen aufblähen konnten).

Aber auch dies ist klar: Die Krise wird erst vorbei sein, wenn die privaten und die staatlichen Schulden auf erträgliche Niveaus gefallen sind. Solange bleibt die Lage wackelig. Solange muss die EZB auf weitere plötzlich auftretende Krisen gefasst sein. Ein Zustand, der noch Jahre anhalten dürfte, weil die Euro-Regierungen viel zu lange davor zurückgeschreckt haben, den Bankensektor zu schrumpfen und die gigantischen Altschulden abzubauen, bilanziert das Magazin.

Link: Die perverse Angst vor der Deflation

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten