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Landgericht München lässt Fondsanleger hoffen

29.01.2015 – justizia_thorben_wengert_pixelio.deViele Anleger schlecht laufender geschlossener Fonds versuchen ihr Geld auf dem Rechtsweg zurück zu bekommen. Das Landgericht München hat nun ein Urteil gefällt, dass für die gesamte Branche weitreichende Folgen haben könnte.

Im aktuellen Urteil (Az.: 3 O 7105/14) hatte der Kläger in einem Verkaufsprospekt für Schiffsfonds einige Fehler moniert. Unter anderem beanstandete er, dass auf ein bestimmtes Risiko im Zusammenhang mit zwei bislang weitgehend unbeachteten Paragrafen des GmbH-Gesetzes nicht hingewiesen worden sei, berichtet das Manager Magazin. Die beklagte Bank hielt dagegen, dass über diesen Punkt nicht hätte aufgeklärt werden müssen, weil es sich um kein wesentliches Risiko handele.

Die Richter am Münchner Landgericht gaben hingegen dem Kläger und verurteilten die Bank zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 12.500 Euro. Und sie begründeten dies ausdrücklich damit, dass der Anleger vor der Zeichnung seiner Fondsanteile nicht über jenes Risiko aus besagten Paragrafen 30 und 31 des GmbH-Gesetzes aufgeklärt wurde. Laut Rechtsanwalt Ralph Veil von der Kanzlei Mattil & Kollegen sei diese Urteil auf unzählige geschlossene Fonds übertragbar. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Link: Landgericht München lässt tausende Fondsanleger hoffe

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