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Schadenfall der Woche: Antares-Rakete explodiert

31.10.2014 – Es war nur Sekunden nach dem Start als die Antares-Trägerrakete in einem Feuerball explodierte. Sie sollte den unbemannten Raumtransporter Cygnus zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Mit Rakete und Transporter gingen auch 2,2 Tonnen Material – darunter auch teure Forschungsgeräte und mehrere kleine Satelliten – in Rauch auf.

Explosion-Traegerrakete-Antares-670

Laut verschiedener Medienberichte soll alleine der Verlust von Antares und Cygnus das private Raumfahrtunternehmen Orbital Sciences 200 Mio. US-Dollar kosten. Hinzu kommen Reparaturkosten an der Startrampe und umliegenden Gebäuden. Orbital Sciences-Manager Frank Culbertson sagte kurz nach dem Unglück, die Mission sei mit mehr als 200 Mio. Dollar versichert gewesen. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, wird zurzeit noch untersucht.

Seitdem die Nasa ihr eigenes Spaceshuttle-Programm 2011 eingestellt hat, übernehmen private Unternehmen die Versorgungsmissionen für die ISS. Die missglückte Mission war insgesamt die dritte Versorgungsmission von Orbital Sciences für die amerikanische Weltraumbehörde.

Für die Versicherer sind Weltraummissionen eine große Herausforderung, denn es fehlt vor allem eine zuverlässige Datenbasis für die Risikokalkulation, wie der GDV erläutert: „Die Raumfahrt bewegt sich im Grenzbereich der Versicherbarkeit.“

Dennoch gibt es Versicherungslösungen für die Raumfahrtindustrie etwa von der Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS) oder Munich Re. Beide Versicherer wollten sich auf Anfrage von VWheute nicht dazu äußern, ob die Antares-Mission bei ihnen versichert war. In der Regel seien es Versicherer-Konsortien, die solche Risiken absichern, heißt es von AGCS.

Raketenstarts sind in der Regel über sogenannte Pre-Launch- und Launch-Versicherungen abgedeckt. Dabei handelt es sich um Allgefahrenpolicen. (jko)

Bild: Eine „katastrophale Unregelmäßigkeit“ – die Trägerrakete Antares explodierte Sekunden nach dem Start von Wallops Island (Virginia). An Bord der unbemannten Mission befanden sich 2,2 Tonnen Ausrüstung für die Internationale Raumstation ISS. (Foto: AFP/Steve Alexander).

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