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Sachsen-Wahl: Schande für die Demokratie oder weiter Deutschlands buntestes Parlament?

01.09.2014 – sachsen“Schwarz-Gelb ist Geschichte, AfD triumphiert”, titelt Spiegel-Online am Sonntagabend kurz vor der Tagesschau. Die Bild-Zeitung indes sieht “Die Wahl-Schande von Sachsen”. Denn unabhängig vom Ergebnis: 25 Jahre nach dem Mauerfall machen nur noch 48 Prozent der Wahlberechtigten von Ihrem Stimmrecht Gebrauch.

Endlich sei man in der Parteienlandschaft angekommen – die Alternative für Deutschland zieht in das erste Landesparlament, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Zehn Prozent erreicht sie bei den Wahlen in Sachsen. Die FDP fliegt dagegen raus, die NPD stand da noch auf der Kippe.

Der FDP-Chef im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Norbert Bläsner, ist enttäuscht – kurz vor halb Acht – über die Abwahl seiner Partei. Er geht davon aus, dass die neue sächsische Regierung mit einem CDU-Koalitionspartner SPD statt FDP „nicht mehr so marktwirtschaftlich“ sein werde, zitiert ihn die Sächsische Zeitung. Dass Spitzenkandidat Holger Zastrow und Co. gekämpft haben wie die Löwen, sieht das “firmeneigene” Portal Liberal.

Wahl2

Faz.net hatte bereits im Lauf des Nachmittags “Deutschlands buntestes Parlament” beschrieben, um gleich nach ersten Hochrechnungen die Stimme von CDU-Generalsekretär Peter Tauber einzufangen: er sprach sich klar gegen eine Regierungsbeteiligung der euroskeptischen Wahlgewinner-Partei aus: „Die AfD steht für ein rückwärtsgewandtes Gesellschaftsmodell. Mit der AfD gibt es keine inhaltlichen Gemeinsamkeiten.“

Und doch: “CDU verliert die meisten Wähler an die AfD” überschreibt Zeit.de seine Wahl-Analyse. Sigmar Gabriel machte im ZDF den Wahltermin am Ende der Sommerferien für das Ergebnis seiner SPD verantwortlich. Die verzeichnet zwar leichte Zuwächse, kommt aber aus dem allgemeinen Tief nicht raus.(vwh)

Grafik: ARD/ Infratest Dimap

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