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Russland: Kreditversicherer prüfen noch penibler

05.03.2015 – roterplatz_pixelioWer derzeit in Russland Geschäfte tätigen will, muss damit rechnen, dass die Kreditversicherer künftig noch viel penibler prüfen als bislang. Hintergrund sind die derzeitigen Spannungen zwischen der Europäischen Union (EU) und Russland, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Printausgabe schreibt. Demnach machen die Versicherer die Deckungszusage von einer noch genaueren Bonitätsprüfung der Abnehmer abhängig als früher.

Da die russischen Firmen derzeit unter der Rezession leiden, rechnen die deutschen Kreditversicherer nun mit einem Anstieg der Schäden. Allein im vergangenen Jahr gab es laut Euler Hermes etwa 9.600 Firmenpleiten in Russland. Für 2015 geht der Versicherer zudem von einem weiteren Anstieg um 30 Prozent aus.

Ähnliche Erwartungen hat derzeit auch der Mainzer Kreditversicherer Coface, wie die Zeitung weiter berichtet. Besonders kritisch sei man bei Abnehmern aus bestimmten Branchen, die schon vor den Sanktionen mit Zahlungsproblemen zu kämpfen hatten. Dazu gehören laut Coface die Automobilwirtschaft, Unternehmen der Bauindustrie, von Landwirtschaftsprodukten und Lebensmitteln sowie von Haushaltsprodukten.

Allerdings seien die aktuellen Probleme “nicht allein aus dem Ukraine-Konflikt und den damit verbundenen Sanktionen der USA und der EU” zurückzuführen, sagt Erich Hieronimus, Sprecher von Coface Deutschland. Die Schwierigkeiten seien vielmehr schon vorher da gewesen. (vwh/td)

Bild: Roter Platz in Moskau (Quelle Helga Hauke / pixelio.de)

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