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Rolls Royce rammt Rolls Royce – Streit um den Schaden

05.07.2013 – Der Zusammenstoß zwischen zwei Rolls Royce auf der noblen Münchner Maximilianstraße hat das Oberlandesgericht München (OLG) am Donnerstag beschäftigt. Die Richter befassten sich in zweiter Instanz mit dem Luxusproblem: Ein Autohändler will vom Freistaat Bayern nach der Amtshaftungspflicht Ersatz für den Schaden, den die Edelkarosse eines Geschäftsmannes aus Dubai an seinem geparkten Rolls Royce anrichtete.

In erster Instanz hat der Kläger den Prozess verloren, und das OLG hat ihm in der mündlichen Verhandlung keine Hoffnung auf Erfolg seiner Berufung gemacht. Der Rolls Royce des Autohändlers stand vor einem Hotel, als der Besucher aus Dubai bei einem rasanten Wendemanöver mit seiner goldenen Super-Limousine das schwarze Coupe anfuhr. Der Fahrer verschwand im Hotel und meldete sich erst am nächsten Tag bei der Polizei, die seinen Wagen hatte abschleppen lassen. Die Ordnungshüter rückten den Rolls gegen eine Sicherheitsleistung von 1500 Euro wieder raus. Das, so der Kläger, hätten die Beamten nicht tun dürfen, ohne zuvor die Kraftfahrzeugversicherung für den Wagen zu prüfen. Tatsächlich war der Rolls in Europa unversichert. Der Autohändler forderte vom Staat gut 20 000 Euro für Reparatur und Wertminderung. An dieser Anspruchsgrundlage fehle es, befand die Richterin. Das unter anderem geltend gemachte Ausländerversicherungsgesetz sei nicht rückwirkend anwendbar. Ein Urteil soll Mitte Juli fallen, meldet die Deutsche Presse Agentur.

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