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Prozess gegen Deutsche Bank steht auf der Kippe

21.05.2015 – deutschebank_turm_kleinDer Prozess gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer, sowie zwei weitere Ex-Vorstände des Geldinstitutes könnte schneller vorbei sein, als bislang geplant. Da immer neue Unterlagen auftauchen, zweifelt die zuständige Strafkammer am Landgericht München an einem “fairen Verfahren”.

Das Problem: “Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben, bevor das bei dem Geldinstitut und dessen Anwälten im Fall Kirch beschlagnahmte, umfangreiche Material vollständig ausgewertet war”, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Was die Verteidigung als “groben Fehler” bezeichnet, stößt bei Peter Noll, dem Vorsitzenden Richter der fünften Strafkammer am Landgericht München I auf Unverständnis. So hätte er “den Prozess möglicherweise erst gar nicht angesetzt, wenn er vorher davon gewusst hätte”, wird Noll zitiert.

“Die Zündschnur liegt aus, es muss sie nur noch einer anzünden”, kommentieren die Verteidiger den bisherigen Stand der Verhandlungen. Bis zum 9. Juni will das Gericht nun von der Staatsanwaltschaft erfahren, ob und wie die Aktenfülle zu bewältigen sei. Mittlerweile soll die Fülle des neuen Materials mehr als ein Terrabyte betragen.

Unterdessen steht die Deutsche Bank nach einem Bericht des Manager Magazins vor einem neuen Skandal: Demnach habe die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) das Institut über einen Fall möglicher Geldwäsche in ihrer Moskauer Niederlassung informiert. Laut Bericht sollen Mitarbeiter der Niederlassung “für russische Kunden Gelder zweifelhafter Herkunft in beträchtlichem Ausmaß gewaschen haben”. (vwh)

Bild: Konzernzentrale der Deutschen Bank (Quelle: Deutsche Bank)

Link: Deutsche-Bank-Prozess steht auf der Kippe

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