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PKV wird für Ältere zu teuer

01.06.2016 – PKV_FotoliaDie steigenden Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV) scheinen immer mehr Mitgliedern finanzielle Probleme zu bereiten. Gerade ältere Privatversicherte wechseln häufig in einen günstigeren Basis- oder Standardtarif. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünenfraktion im Bundestag hervor, berichtet das Handelsblatt.

Demnach sei die Zahl der Privatversicherten mit Standardtarif in den letzten zehn Jahren von 24.800 auf 45.800 gestiegen. Im Basistarif stieg die Zahl der Privatversicherten zwischen 2009 und 2015 von 13.500 auf 29.400. Die Grünen plädieren daher laut Handelsblatt erneut für eine Bürgerversicherung. “Damit kommen alle Versicherten unter das schützende Dach einer solidarischen Krankenversicherung. Dies würde gerade die häufig prekäre Lage von Menschen mit geringen Einkommen deutlich verbessern”, wird die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink zitiert.

Der PKV-Verband kritisierte hingegen die Aussagen der Grünen. Nach Ansicht von PKV-Sprecher Stefan Reker sei es unseriös, “auf Basis dieser sehr geringen Zahl und dieser umfassenden Versorgung” den Eindruck zu erwecken, es gebe hier gravierende Probleme, schreibt das Blatt weiter. Zudem skandalisierten die Grünen, dass lediglich 0,8 Prozent der Privatversicherten in den Sozialtarifen reduzierte Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung erhielten mit dem Ziel, “auch die restlichen 99,2 Prozent der Privatversicherten zwangsweise in die gleiche Versorgung umzusiedeln”. Dies nenne man dann “Bürgerversicherung”. (vwh/td)

Link: Wenn die private Krankenversicherung zu teuer wird

Bildquelle: Fotolia

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