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Pflegereform soll acht Mrd. Euro kosten

24.06.2015 – hermann_groeheDie geplante Pflegereform von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) soll laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung im ersten Jahr rund acht Mrd. Euro kosten. Demnach sollen etwa 500.000 Menschen ab 2017 mehr Geld aus der Pflegeversicherung erhalten. Dies gehe aus einem Referentenentwurf hervor, welcher der Zeitung vorliege.

Im Kern will Gröhe zum 1. Januar 2017 das Begutachtungswesen umkrempeln, berichtet die Zeitung weiter. Dabei sollen die bisherigen drei Pflegestufen abgeschafft und durch fünf neue Pflegegrade ersetzt werden. Für die etwa 2,8 Mio. Menschen, die bis Ende 2016 bereits pflegebedürftig seien oder es voraussichtlich werden, sollen Übergangsregelungen gelten. Diese sollen laut Bericht garantieren, dass Pflegebedürftige nicht erneut von einem Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) eingestuft werden sollen.

Nach Berechnungen des Ministeriums soll die Reform im ersten Jahr ihrer Einführung etwa 3,7 Mrd. Euro kosten, berichtet die SZ weiter. In den folgenden Jahren sollen die Kassen dann mit etwa 2,5 Mrd. Euro zusätzlich belastet werden. Hinzu kommen einmalige Kosten über 4,4 Mrd. Euro. Zur Finanzierung soll laut Bericht der Beitragssatz zur Pflegeversicherung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum 1. Januar 2017 um 0,2 Prozentpunkte steigen. (vwh/td)

Link: Milliarden für die Pflege

Bild: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). (Quelle: Bundesgesundheitsministerium)

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