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NZZ zu Versicherungsbetrug: “Mit Spürsinn zum Erfolg”

28.03.2014 – nzz_logo_kleinDie Schweizer Tageszeitung Neue Züricher Zeitung (NZZ) widmet sich in einem langen Artikel dem Thema Versicherungsbetrug und den Versuchen der Versicherer, dem Treiben der Betrüger ein Ende zu setzen.

Die NZZ schreibt:

“Um die ehrlichen Kunden zu schützen, haben die Versicherungsgesellschaften eigene Abteilungen geschaffen. Die Fachstelle zur Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch (BVM) der Bâloise ist eine davon. Ihr Leiter, Sacha Truffer, erklärt, dass alle Mitglieder der Fachstelle im ersten Teil ihrer beruflichen Karriere Ermittler bei der Kriminalpolizei gewesen seien und daher über den für ihre Aufgabe notwendigen Spürsinn und die Erfahrung verfügten. Den typischen Versicherungsbetrüger gebe es dabei aber nicht.

Für die Ermittler ist es entscheidend, dass die Sachbearbeiter der Versicherungen sie auf dem Laufenden halten und ihnen die neusten Maschen der Betrüger melden. Nur wenn die Schadensfälle aufmerksam bearbeitet werden, landen diese auch bei der BVM. Damit die Fahnder auf dem neusten Stand bleiben, tauschen sie sich mit ihren Kollegen von anderen Versicherungen regelmässig aus. Und danach schulen sie die Sachbearbeiter entsprechend.

[...]

Daneben versuchen Versicherungen, in ihren Policen Schutzmechanismen gegen Betrug einzubauen; das effektivste und älteste Mittel ist der Selbstbehalt. Damit wird den Versicherungsnehmern der Anreiz genommen, etwas mutwillig kaputtzumachen, da sie sich am Schaden beteiligen müssen. Der sogenannte Moral Hazard kann auf diese Weise reduziert werden. Ein hoher Selbstbehalt steigert auch die Selbstverantwortung der Kunden, ihr Eigentum sorgfältig zu behandeln.

[...]

Obwohl die Arbeit schwierig und mühsam ist, lohnt es sich für Versicherungen, Betrüger zu verfolgen. Ein Fahnder aus Truffers Team spart mehr als zwei Mio. Schweizer Franken pro Jahr an andernfalls zu viel bezahlten Leistungen. Trotzdem plant die Bâloise nicht, die Betrugs-Abteilung auszubauen, denn 90 Prozent der Kunden seien ehrlich. Man wolle diese schützen, ohne alle Kunden unter Generalverdacht zu stellen”, so der Bericht abschließend.

Link: Mit Spürsinn zum Erfolg

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