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Niedrigzins kommt in der Altersvorsorge teuer zu stehen

17.08.2015 – Wimmer_AllianzFür Arbeitnehmer sind die rekordniedrigen Zinsen ein Problem, das ihnen teuer zu stehen kommt. Für die Allianz führt es zu einer Aufstockung der Aktienquote auf Höchstniveau. Wer heute mit der Altersvorsorge startet, müsse entweder höhere Renditen erzielen oder erheblich mehr sparen, sagt Andreas Wimmer, Vorstandsmitglied der Allianz Lebensversicherung im Handelsblatt

Als Faustformel gelte: “Zwei Prozentpunkte geringere Rendite bedeuten bei einem heute 30-Jährigen, dass er rund 50 Prozent mehr zurücklegen muss”. Die Allianz hat ihre Aktienquote wieder auf 10 Prozent aufgestockt und zählt sich damit zu den Versicherern mit dem höchsten Anteil. Die Konkurrenz liegt eher bei 3 bis 4 Prozent. Zum Anlagemix zählten auch Baufinanzierungen, also Hypothekendarlehen und extrem langfristige illiquide Investments wie Infrastrukturanlagen oder erneuerbare Energien, erklärt Wimmer (siehe UNTERNEHMEN).

Der Manager bestärkt die Bundesregierung in ihren Plänen, die betriebliche Altersvorsorge über die Tarifparteien zu verankern. Allerdings schlägt er einen einfachen Weg vor, indem die Beiträge für die Direktversicherung erhöht und gleichzeitig stärker gefördert werden. Der Allianz-Vorstand macht sich dafür stark, die derzeit noch maximal steuer- und sozialabgabenfreien gut 4900 Euro um 1800 Euro aufzustocken. Das biete positive Anreize für Niedrigverdiener und erleichtere mittelständischen Unternehmen das Engagement bei der betrieblichen Altersvorsorge. (vwh/mst)

Bild: Andreas Wimmer, Vorstandsmitglied der Allianz Lebensversicherung (Quelle: Allianz)

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