Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Neues iPhone 7: Apple beerdigt Kopfhörerbuchse

08.09.2016 – iPhone 7 vorgestelltDas neue iPhone will mit verbesserter Kamera und neuem Farbdesign punkten. Das könnte im Weihnachtsgeschäft neuen Umsatzschwung verleihen. Auf einen alten Standard wird hingegen verzichtet: Der Wegfall des Kopfhöreranschlusses bringt selbst Apple-Fans auf die Barrikaden. Dabei hat der Konzern bereits das Disketten- und das CD-Laufwerk auf seinem Gewissen – kreative Zerstörung à la Schumpeter.

Das Weglassen der Buchse könnte mehr Platz für einen größeren Akku oder einen zusätzlichen Lautsprecher schaffen. Auch der Sound würde sich verbessern: Bislang muss die digital gespeicherte Musik auf dem iPhone erst in analoge Signale umgewandelt werden, wenn man Kopfhörer benutzt. In Zukunft muss man auf die Drahtlos-Technologie Bluetooth umsteigen oder den Lightning-Anschluss verwenden.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple für den Fortschritt alte Standards über Bord wirft. Beim iMac verzichtete man auf das Diskettenlaufwerk, dafür etablierte man das CD-Laufwerk. Um das Macbook Air so dünn und leicht wie nur möglich bauen zu können, verzichteten später die Designer auch auf das CD-Laufwerk.

Der Erfolg des iPhones entscheidet zu einem nicht unerheblichen Teil über Wohl und Wehe des gesamten Konzerns. Die Umsätze von Apple gingen im vergangenen Jahr um 15 Prozent zurück. Im Vergleich zum Konkurrenten Samsung, der im selben Zeitraum um fünf Prozent zulegte, wächst damit der Erwartungsdruck auf das kalifornische Unternehmen. Die Verkäufe beider Konzerne lagen im vergangenen Quartal indes auf demselben hohen Niveau: Bei Apple waren es 42 Mrd. Dollar, beim koreanischen Konkurrenten umgerechnet knapp 46 Mrd. Dollar.

Goldman Sachs verweist darauf, dass Apple im Dienstleistungssegment, das im internen Vergleich überdurchschnittlich wächst, gutes Geld verdiene. Die Brutto-Marge liege dort bei 60 Prozent (iPhone: 40%). Auch für die Verkaufszahlen des neuen iPhone werden Zuwächse erwartet. Die Prognose der Experten für Apple ist daher positiv, ebenso für den Konkurrenten Samsung: Die schnelle Rückrufaktion seiner Geräte kurz nach dem Verkaufsstart wird demnach honoriert. Nach einer Akku-Panne hatte der Konzern umgehend den Umtausch alle verkauften Geräte angekündigt, berichtete VWheute. Experten schätzen, der Umtausch werde den Konzern mehr als eine Mrd. Euro kosten. (vwh/jh/dg)

Bildquelle: Apple

Tags: ,
- Anzeige -

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten