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Neue Vorwürfe gegen Versicherungsauskunftei

10.02.2015 – Tastatur_Konstantin Gastmann_pixelioDas Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft stelle die Bürger unter Generalverdacht: darüber hinaus seien Datenschützer mit Schuld am System der Versicherer-Auskunftei, lauten zentrale Thesen der Handelsblatt-Strecke “Unheilige Allianz”.

Auf der schwarzen Liste, dem Hinweis- und Informationssystem HIS der Versicherer, tauchen laut Recherche des Handelsblatts rund 400.000 Kunden auf, die wegen einer „Erschwernis“ eingespeichert wurden. Indes sei nicht nachvollziehbar, warum sie auf der Liste gelandet sind und worin genau die “Erschwernis” liege: Handelt es sich dabei um chronische Krankheiten, einen gefährlichen Beruf oder ein riskantes Hobby?

Die Datenschützer, so eine weitere These, seien mit im Boot gewesen bei Entwicklung des HIS und hätten so ein intransparentes System mit auf den Weg gebracht. Jüngst war bekannt geworden, dass Daten dort länger als erlaubt gespeichert wurden.

Walter Krämer, Leiter des Referats „Datenschutz im nicht öffentlichen Bereich“ des Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württembergs wird vom Handelsblatt zitiert: „Es entsteht der Eindruck, dass Versicherer unter dem Deckmäntelchen der Betrugsprävention alle potenziellen Versicherungskunden, die ein finanzielles Risiko mit sich bringen, auf eine schwarze Liste setzen wollen.“

Und auch sein Kollege aus Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, wagt sich aus der Deckung: „Wir sind nicht besonders glücklich mit der jetzigen Praxis.“ (vwh/ku)

Link: Betrügerlisten von Versicherern: Unheilige Allianz (Handelsblatt)

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