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Montgomery unter Beschuss

25.05.2016 – ARZT - ALLIANZ DEUTSCHLANDErstmals seit 25 Jahren in der altwehrwürdigen Hansestadt Hamburg die deutschen Mediziner zu einem Ärztetag zusammengekommen. Geprägt wurde der Auftakt vor allen von aktuellen Herausforderungen wie die Bewältigung des Flüchtlingsstroms, die wirtschaftliche Lage der Krankenkasse und die Reform des veralteten GOÄ-Regelwerks. Allerdings stand Ärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery zunächst selbst unter Beschuss.

So war die geplante Reform der GOÄ trotz jahrelanger Verhandlungen zwischen Ärztekammer und privater Krankenversicherung im März vorerst gescheitert. Montgomery selbst räumte indes Versäumnisse bei der Ausarbeitung des Regelwerks ein. “Es gibt durchaus Grund zur Kritik”, wird der Ärztekammer-Präsident beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) zitiert. Zudem habe er die Komplexität der Reform unterschätzt. Seinen Kritikern schien das Eingeständnis hingegen nicht ausreichend. Diese scheiterten jedoch mit einem Antrag auf Amtsenthebung, der von den Delegierten mit 148 Nein- und 85 Ja-Stimmen angelehnt wurde.

Montogmery selbst nutzte die Gelegenheit, gleichzeitig auch eine generelle Gesundheitskarte zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen zu fordern, berichtet der NDR weiter. Allerdings sperren sich derzeit noch viele Bundesländer und Kommunen gegen eine solche Regelung. Lediglich Hamburg, Bremen, Berlin und Schleswig-Holstein haben bereits eine solche Karte eingeführt. (vwh/td)

Link: Montgomery will Verbesserungen für Flüchtlinge

Bildquelle: Allianz Deutschland

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