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Markt für Staatsanleihen ist durch EZB-Geldpolitik stark verzerrt

01.10.2015 – Geld_Claudia Hautumm_pixelioDie Europäische Zentralbank (EZB) hat den Markt für Staatsanleihen durch die Geldpolitik stark verzerrt. Allerdings seien Pensionskassen und Versicherer durch die neue Regulierung gezwungen, in Anleihen zu investieren, meint Rainer Matthes, Chefinvestmentstratege vom Bankhaus Metzler.

Hintergrund seien die neuen Regularien durch Solvency II, die 2016 in Kraft treten. “Dann müssen Versicherungen riskante Aktieninvestments mit Eigenkapital unterlegen. Europäische Staatsanleihen unterliegen keinen solchen Anforderungen”, wird der Experte in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung zitiert. Daher sei nicht damit rechnet, dass institutionelle Investoren verstärkt in Aktien gehen. Die deutschen Versicherer hätten derzeit eine Aktienquote von rund 3,5 Prozent. Vor etwa 15 Jahren lag diese noch bei bis zu 30 Prozent.

Zudem gehen die Experten des Bankhauses laut SZ davon aus, dass die Nachfrage nach Staatsanleihen weiterhin stark bleibe, auch wenn das Risiko von Verlusten größer werde. “Die mittelfristigen Perspektiven für Staatsanleihen sind eher mau”, prognostiziert das Bankhaus. (vwh/td)

Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de

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