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Machen Fintechs die Banken überflüssig?

03.12.2015 – Banken_FFM_Kirsten Fischer_pixelio“Bankgeschäfte sind notwendig, Banken sind es nicht”, sagte einst Microsoft-Gründer und IT-Pionier Bill Gates. Lange verhallten dessen Worte ungehört, doch die neue Blockchain-Technologie könnte Banken künftig zumindest in Teilen überflüssig machen, berichtet heute die Süddeutsche Zeitung. Denn damit könnten Online-Zahlungen oder Kredite zwischen zwei Parteien keine Banken mehr nötig sein.

Bei der Technologie handelt es sich demnach um “ein System, das bereits die digitale Krypto-Währung Bitcoin absichert und dessen Name sich von Antriebsketten aus der analogen Welt ableitet”, schreibt die SZ. Konkret sei dies eine Art digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern. Dabei werde jede Änderung erfasst sowie dezentral und überprüfbar auf verschiedenen Rechnern gespeichert. Die Folge: Eine zentrale Instanz, welche diese Zahlungen verwalte, wird theoretisch überflüssig.

Allerdings schlagen die Kreditinstitute nun zurück, berichtet die Zeitung. So haben sich mittlerweile rund 30 weltweit operierende Bankkonzerne unter dem Dach einer US-Fintech-Firma zusammengeschlossen – darunter auch die Deutsche Bank und die Commerzbank. “Meiner Meinung nach werden mit Blockchain viele Dinge möglich sein, die man sich jetzt noch gar nicht vorstellen kann”, sagt Rhomaios Ram, bei der Deutschen Bank weltweit für neue Produkte im Zahlungsverkehr zuständig, gegenüber der SZ.

Denn: “Für die Banken ist Blockchain im Augenblick vor allem interessant, weil sie damit sehr viel Geld sparen können bei Systemen und Abläufen”, sagt Sven Korschinowski, Experte für Zahlungsverkehr bei der Beratungsgesellschaft KPMG. So könnten die Kreditinstitute nach Berechnungen des Thinktank der spanischen Bank Santander bis 2022 jährlich Kosten in Höhe von 15 bis 20 Mrd. US-Dollar einsparen. (vwh/td)

Bildquelle: Kirsten Fischer / pixelio.de

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