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Lufthansa verklagt Piloten auf Schadensersatz

09.09.2015 – Lufthansa_Juergen_MaiDie Lufthansa will die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wegen des neuerlichen Pilotenstreiks auf 60 Mio. Euro Schadenersatz verklagen. Wie das Manager Magazin berichtet, hätten die Piloten laut Lufthansa bereits bei der ersten Runde im April 2014 nicht rechtmäßig gestreikt, da der strittige Tarifvertrag zumindest bei der Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo noch gültig gewesen sei.

Die schrittweisen Ankündigungen der Pilotengewerkschaft über einzelnen Streikmaßnahmen würden die Lufthansa-Planer zudem vor schwere Aufgaben stellen, wird Konzernsprecherin Barbara Schädler zitiert: “Wir haben bereits bei dem Streik im März gezeigt, dass wir das operativ hinkriegen.” Für die Kunden sei aber jeder weitere Flugausfall unzumutbar.

Unterdessen hat das Arbeitsgericht Frankfurt am Main gestern Abend in erster Instanz entschieden, die Lufthansa-Piloten weiterstreiken dürfen. Wie das Nachrichtenportal tagesschau.de berichtet, wiesen die Arbeitsrichter den Antrag der Lufthansa auf einstweilige Verfügung gegen die Pilotengewerkschaft zurück.

Zwar könne die Lufthansa noch vor die nächst höhere Instanz – dem Hessischen Landesarbeitsgericht – in Berufung gehen. Dennoch musste das Unternehmen wegen des Streiks der Piloten heute 1.000 Flüge streichen. Nach Konzernangaben sind insgesamt 140.000 von 180.000 gebuchten Passagieren davon betroffen. (vwh/td)

Link: Lufthansa verklagt Streik-Piloten auf Schadenersatz

Bild: Jürgen Mai / Lufthansa

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