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Lufthansa entschädigt zu kleine Pilotenbewerberin

19.02.2016 – cockpit_fotohiero_pixelioAuswahlverfahren bestanden, aber weil sie 3,5 Zentimeter zu klein ist, bekommt eine Bewerberin um eine Pilotenausbildung von der Lufthansa eine Absage. Doch das ist eine Ungleichbehandlung von Frauen gegenüber Männern, befand das Bundesarbeitsgericht in Erfurt und verpflichtete die Fluglinie zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 14.175 Euro. Die Frau hatte ursprünglich 135.000 Euro verlangt, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Die damals 19-jährige Bewerberin Alina S. hatte vor drei Jahren Klage eingereicht, weil sie zwar alle Aufnahmetests bestanden, aber mit ihrer Größe von 1,61 Metern keinen Ausbildungsvertrag erhalten hatte. Sie  erfülle  nicht die Mindestgröße von 1,65 Metern, hieß es in der Begründung.

Die abgelehnte Stellenbewerberin sah darin eine unzulässige Geschlechterdiskriminierung. Da 44,3 Prozent aller Frauen, aber nur 2,8 Prozent der Männer kleiner als 1,65 Meter seien, würde die Mindestgröße Frauen besonders benachteiligen. Die Klägerin forderte daher Schadenersatz in Höhe von 120.000 Euro sowie 15.000 Euro Entschädigung für die erlittene Diskriminierung. Die Vorinstanz, das Landesarbeitsgericht Köln, hatte zunächst den geforderten Schadenersatz sowie eine Diskriminierungs-Entschädigung abgewiesen.

Der Senat des Bundesarbeitsgerichts hingegen schloss sich dem Argument der Klägerin an: “Wir müssen davon ausgehen, dass über die Größenregelung deutlich weniger Frauen zum Zug kommen als Männer”, sagte ein Richter. Lufthansa konnte nicht nachweisen, dass die Mindestgröße sachlich gerechtfertigt sei. (vwh/dg)

Link: Zu klein fürs Cockpit – Frau verklagt Lufthansa

Bildquelle: fotohiero / pixelio.de

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