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Lebensversicherer bittet Aktionäre um Geld

19.03.2015 – Der Lebensversicherer Protektor muss bei seinen Aktionären eine dreistellige Millionensumme als zusätzliches Kapital einsammeln. Wie die Süddeutsche Zeitung heute in ihrer Printausgabe schreibt, hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) vor dem Hintergrund von Solvency II eine höhere Eigenkapitalsumme gefordert.

Mit einem Eigenkapital von 91 Mio. Euro wäre Protektor angesichts des niedrigen Zinsniveaus und der hohen Zinsgarantien im Bestand völlig unterkapitalisiert, schreibt die Zeitung weiter. Vor allem andere Versicherer, die an Protektor beteiligt sind, seien nun verärgert über Vorstandschef Jörg Westphal. Dieser habe “das Problem völlig unterschätzt”, sagte ein nicht namentlich genannter Kenner der Zusammenhänge.

Protektor wickelt den Bestand der Mannheimer Lebensversicherung ab. Diese hatte sich laut SZ-Bericht vor einigen Jahren mit Aktien verzockt und war 2002 in Schieflage geraten. Nach langen Krisensitzungen einigten sich andere Versicherer schließlich, den Bestand der Mannheimer über die eigens gegründete Gesellschaft zu übernehmen. (vwh/td)

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