Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

KW 35: TOP FLOP TREND

28.08.2015 – Top_Flop_Trend_HanitzschDas hört sich fast nach Ausbeutung an: Viele Beschäftigte arbeiten einer Studie des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zufolge länger als acht Stunden pro Tag. In nicht wenigen Branchen gehörten vorübergehend Arbeitstage von zehn Stunden zur betrieblichen Praxis. Auch Arbeit am Samstag, Sonntag oder in der Nacht sei demnach in den meisten Wirtschaftszweigen möglich.

Die Studie ist eine Antwort auf die kürzliche Forderung der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), den gesetzlichen Acht-Stunden-Tag abzuschaffen, damit die Firmen flexibler agieren könnten. Wenn man diese Ankerfunktion aber aufgebe, so die Wertung aus dem WSI, sei “ein Damm gebrochen”. Vor allem drohe eine schlechtere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Beschwörung der starren Zeitordnung ist aus Gewerkschaftssicht verständlich, aber doch auch rückwärtsgewandt und deshalb FLOP.

TREND ist: Gerade bestmöglich flexibilisierbare Arbeitszeiten mit einem geregelten Ausgleich des Tätigkeitsvolumens über eine längere Zeitachse machen Arbeitnehmer souveräner in der Gestaltung des persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Lebensrhythmus. Hinzu kommen noch die erweiterten mobilen Optionen durch die digitale Kommunikation, die den Ortszwang lockern. Übrigens: Der Tagesreport VWheute steht tagesaktuell um Null Uhr fünf den Abonnenten zur Verfügung – und wird als “Navigation durch den Versicherungstag” unmittelbar nach dessen Anbruch schon rege genutzt. Die Informationsgesellschaft heute ist eine 24-Stunden-Pipeline, an der jeder parizipiert. Im starren Achtstunden-Takt bewegen sich weder Produzenten noch Nutzer.

TOP
Dass die Versicherer dafür da sind und ihr Geschäft damit machen, für die Absicherung der Daseinsrisiken – gewerblich und privat – tag- und lebensbegleitend zur Stelle zu sein, gehört so selbstverständlich zu unserer wirtschaftlichen und sozialen Zivilisation, dass dieser Umstand oft vergessen wird. Gut deshalb, wenn in der kommenden Woche eine neue Allensbach-Erhebung im Auftrag des GDV diese Funktion der gesellschaftlichen Mitte wieder einmal ins öffentliche Bewusstsein rückt (siehe VORSCHAU).

Denn TREND ist – gerade in Umschwungphasen wie derzeit zwischen Digitalisierung und Völkerwanderung: Besseres Wissen über Zusammenhänge in Wirtschaft und Gesellschaft fördert den Zusammenhalt. (hkm)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten