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KW 34: TOP FLOP TREND

21.08.2015 – Top_Flop_Trend_HanitzschDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat zum zweiten Mal alle deutschen Lebensversicherer unter ihrer Aufsicht gefragt, wie ihre Eigenmittelsituation unter Solvency-Il-Bedingungen aussehen. Ergebnis: Fast alle Unternehmen konnten dank der Übergangsmaßnahmen ausreichende Eigenmittel nachweisen.

Die Zahl der Wackelkandidaten hat sich seit der vergangenen Erhebung 2014 nicht erhöht. Zu verdanken ist diese gute Nachricht den konzentrierten Lobby-Anstrengungen politischer sinnvolle Übergangsmaßnahmen durchzusetzen, die K.O.-Effekten vorbeugen. Ein Lob solcher Interessenwahrnehmung, die sich an realistischen Zielen orientiert: TOP.

FLOP
Rechenfehler sind peinlich, können aber selbst den mit Mathematikern, Aktuaren und Computerprogrammen bestückten Versicherern passieren. Besonders peinlich allerdings, wenn öffentlich geargwöhnt werden kann, dass planvolle Abweichungen zu eigenen Gunsten vorliegen. Das publizierte die Wirtschaftswoche bei einigen Versicherern hinsichtlich der Angabe der Effektivkostenquote, die der besseren Vergleichbarkeit wegen seit LVRG beim Abschluss von Neuverträgen gefordert ist.

Das Blatt stützt sich dabei auf Nachprüfungen des Berliner Instituts für Transparenz in der Altersvorsorge (ITA) und des Analyseunternehmens Morgen & Morgen. Ungerechtfertigte Kritik müssen Versicherer genug einstecken, solche Vorlagen aber, ihre Kernkompetenz professioneller Rechenhaftigkeit tangieren, sind FLOP.

TREND immerhin, und zwar ganz überwiegend, ist, dass die Mehrheit der unter die Lupe genommenen Unternehmen korrekte Angaben über die Kostenquote lieferte. Versicherer müssen nicht geliebt werden, es zählt der Respekt vor ihrer Professionalität. (hkm)

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