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KW 33 / 2015: TOP FLOP TREND

14.08.2015 – Top_Flop_Trend_Hanitzsch“Willkommenskultur” ist eine wirklich schöne Wortfindung – ein tragender Appell, der positives Bewusstsein schafft für die Chancen aus erfolgreicher Integration. Schöner noch: Die Wendung  trifft die Wirklichkeit in den Versicherungsbetrieben, in denen multiple Herkunft und Kultur als produktive Bereicherung gewünscht sind.

So das durchgängige Commitment von Versicherungschefs in einer Umfrage der Versicherungswirtschaft. Naturgemäß auch, weil der “Heimatmarkt” des Versicherns buchstäblich alle Welt ist – vor der Unternehmenstür und anderswo. Solche globale Mentalität verschließt sich nicht, sondern heißt willkommen.

Das ist ein Asset der Branche – und das ist TOP.

FLOP
Eine Kultur ausgeprägter Feindseligkeit gegenüber der Massenimmigration, hat explizit die britische Regierung ausgerufen – ausgerechnet das Land, das sich zur weltumspannenden Zivilisation des Commonwealth bekennt. So sehr die horrenden Bilder des Tunnelkampfes am Kanal an tief sitzende Affekte der Invasionsfurcht rühren mögen: Eine Politik der Migranten-Abschreckung als erklärte politische Raison schafft schier kriegerische Fronten. Und könnte überdies ansteckend wirken. Deshalb: FLOP.

Nicht nur aus britischer Sicht wird die deutsche Duldsamkeit nicht als rationales Verhalten gewertet. Vielmehr verdrängten emotionale Formeln objektive Wahrnehmungen und Handlungserfordernisse. So zum Beispiel, dass die aktuellen Migrationswellen keineswegs die demografischen Defizite im Beschäftigungssystem ausgleichen können, aber sozialstaatliche Belastungen schaffen. Da ist was dran.

TREND müsste sein, den dritten Weg zu finden zwischen verdrängenden Leerformeln von der bunten Gesellschaft einerseits und einem kalten Krieg der Abschreckung andererseits. Also eine “Politik als Kunst des Möglichen” (Bismarck). (hkm)

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