Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Kriegsberichterstattung nach dem Schock

16.11.2015 – bamsDie deutschen Sonntagszeitungen waren die Medien, die nach dem Terror-Massaker am Freitagabend vor allen anderen über die aktuelle Berichterstattung hinaus zu einer kommentierenden Einordnung gelangten.

„KRIEG“ schrie die Schlagzeile der Bild am Sonntag und fragte „Müssen wir jetzt in den Krieg ziehen?“. Die Springer-Zeitung blieb mit dieser Alarmwertung nicht allein. Frankreichs Präsident Francois Hollande hatte noch am Mordabend von einem „Kriegsakt“ gesprochen, auch Bundespräsident Joachim Gauck wählte zunächst die gleiche Kategorie, wurde sodann aber in seinen Formulierungen vorsichtiger.

Zugleich trat in den TV-Nachrichtensendungen gestern Abend und in den Tageszeitungen heute, mehr und mehr die Bemühung der Politik in den Vordergrund, die Pariser Geschehnisse von der Flüchtlingspolitik in Deutschland abzukoppeln. „Terror facht Debatte weiter an“, kommentiert die Süddeutsche Zeitung. Die Frankfurter Allgemeine plädiert zwar für einen überlegten Umgang mit der neuen Dramatik, spricht sich aber auch gegen politische Rundumschläge aus, die mit der Pariser Terrorlogistik aufgebrochenen Sicherheitsfragen unkontrollierter Flüchtlingsbewegungen von vorneherein zu tabuisieren.

“Überrollt der Terror auch die Börse?”, fragt das Manager Magazin. Das Handelsblatt titelt heute mit der Zeile “Weltkrieg III.” Eine Strecke über zwölf Seiten handelt den Terror in Europa ab und sieht in den Anschlägen “Gift für die Börse.” Damit dürften die Leitmotive in Politik, Wirtschaft und Medien in den nächsten Tagen gesetzt sein.

Bildquelle: BamS

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten