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Kostenexplosion bei Zusatzbeiträgen

16.08.2016 – Gesundheitskarte_Tim Reckmann_pixelioDie gesetzlich Krankenversicherten müssen künftig deutlich tiefer in den Geldbeutel greifen. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel Online dürfte auf einen Durchschnittsverdiener künftig ein Zusatzbeitrag von mehr als 50 Euro zukommen. “Der große Kostenanstieg rollt erst an”, warnte bereits SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

Demnach stehe das Gesundheitssystem vor wesentlich größeren Reformen als das Rentensystem, wird der Gesundheitsökonom bei Spiegel Online zitiert. Hintergrund der drohenden Kostenexplosion ist demnach die Finanzierungsstruktur der Krankenkassen. Da die Gelder aus dem Gesundheitsfonds aufgrund stark steigender Kosten jedoch nicht ausreichen, fehlen den Kassen nach Berechnungen des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem bereits jetzt 14,4 Mrd. Euro. Für 2020 rechnet der Professor für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen bereits mit einem Fehlbetrag von 36,7 Mrd. Euro.

Die Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, übte derweil scharfe Kritik an den bisherigen Reformentscheidungen der Politik: “Die Reformen der letzten Jahre haben sich nicht mit Einsparungen beschäftigt, sondern die Kosten erhöht. Das führt zu steigenden Zusatzbeiträgen”, wird die Spitzenfunktionärin bei Spiegel Online zitiert. Allein durch die jüngsten politischen Weichenstellungen würden die Ausgaben im Gesundheitssystem bis 2019 um 3,4 Mrd. Euro steigen. (vwh/td)

Link: Kostenexplosion: Zusatzbeiträge der Krankenkassen steigen drastisch

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

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