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„Ich erzähle nichts mehr am Telefon“

13.02.2014 – SZDie Süddeutsche Zeitung hat einen Telefondialog ihres Redakteurs mit einem Politiker aus Berlin abgedruckt, der im Lichte der NSA-Abhöraffäre den Reporter mit dem Satz „Ich erzähle nichts mehr am Telefon“ schockiert.

„Hallo Herr Maier, wie geht es Ihnen? Ich hätte da ein paar Fragen.“

„Hallo, danke, es geht mir gut. Was wollen Sie wissen?“

„Ich würde gerne etwas erfahren zur NSA und zum Umgang der Regierung mit der Abhöraffäre.“

„Ich muss Sie enttäuschen. Wissen Sie, ich erzähle nichts mehr am Telefon.“

„Ernsthaft jetzt?“

„Ja, ganz im Ernst. Ich mach nichts mehr am Telefon. Aber wir können uns gerne treffen.“

Herr Maier heißt im normalen Leben anders. Ansonsten hat sich dieses Gespräch vor wenigen Tagen genau so zugetragen. Herr Maier arbeitet im Berliner Kanzleramt. Er sitzt schon länger in der Regierungszentrale. Er hat also viel Erfahrung. Und hin und wieder spricht er auch mit Journalisten. So gesehen ist dieses Gespräch alles andere als ungewöhnlich.

Ungewöhnlich ist der Zusatz. Er wäre vor einigen Monaten undenkbar gewesen. „Ich erzähle nichts mehr am Telefon.“ Das war früher ein Späßchen, eine Reminiszenz an die Zeiten des Kalten Krieges und an die Staatssicherheit der DDR. Dass so etwas ernst gemeint sein könnte, war nicht mehr in den Köpfen.
Das hat sich geändert.

Den ganzen Artikel gibt es in der heutigen Ausgabe der SZ auf Seite fünf im Politikteil.

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